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Sonntag, 5. April 2015

Ein Klassiker modern aufgepeppt: Hefezopf mit saftiger Kirschfüllung



Kennt ihr das? Ihr backt einen Kuchen und nascht währenddessen schon so viel Teig, dass ihr euch irgendwann denkt: wenn ich jetzt aber nicht sofort aufhöre, dann bleibt nix mehr übrig für die Kuchenform?! Geht mir regelmäßig so. Vor allem bei Hefeteig. Das Gute daran: Er muss am Ende nicht in irgendeine Form passen, sondern wird zum Beispiel wie bei mir heute locker geflochten. Dadurch kann man quasi ein bisschen mehr während des Backens naschen, ohne nachher ein schlechtes Gewissen zu haben. Ziemlich praktisch, oder? Hehe...

Mein Hefezopf kommt heute jedoch mit einer Füllung daher – passend zu Ostern haben sich darin allerhand Kirschen versteckt. Und Marmelade noch dazu. Das Rezept stammt aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Landgenuss“. Die war unter anderem in der Goodiebag, die wir beim FoodBloggerBarcamp 2015 in Reutlingen bekommen haben. Und weil mich das Titelbild der Zeitschrift seitdem so penetrant anlächelt, hab ich die Osterfeiertage zum Anlass genommen, endlich mal wieder zu backen.

In den letzten Wochen ist das leider viel zu kurz gekommen. Was zum einen daran lag, dass ich an den Wochenenden immer super viel unterwegs war.  Der Schnee war einfach zu gut, um das Snowboard in der Ecke stehen zu lassen. Und unter der Woche ist es abends einfach viel zu dunkel, wenn ich aus der Arbeit komme. Deshalb müssen jetzt schleunigst Lampen her, um künftig zu jeder Tages- und Nachtzeit anständige Fotos machen zu können.

Über die Feiertage hatte ich jetzt aber frei und so konnte ich endlich mal wieder nach Herzenslust den Backlöffel schwingen. Am Donnerstagabend sind wir dann also in den Schwarzwald zu Oma und Opa des Lieblingsmenschen gefahren. Und weil die Oma genauso gerne in der Küche steht wie ich, haben es sich die Männer auf dem Balkon gemütlich gemacht und das schöne Wetter genossen, während wir Osterplätzchen, Lämmer und eben diesen super saftigen Hefezopf gebacken haben. Das Rezept hab ich jetzt für alle, die die aktuelle Ausgabe der Landgenuss nicht haben, als Ostergeschenk im Gepäck.




Gefüllter Hefezopf mit Kirschen

20 g frische Hefe
250 ml lauwarme Milch
75 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
500 g Mehl
75 g weiche Butter
300 g Kirschmarmelade
1 Glas Sauerkirschen
1 Eigelb
Hagelzucker zum Bestreuen



Zuerst bereitet ihr wie gewohnt den Hefezopf zu. Da hat ja jeder so seine eigene Variante – die Oma meines Lieblingsmenschen beispielsweise macht zuerst einen Vorteig, den sie dann eine Weile gehen lässt. Erst danach gibt sie die restlichen Zutaten hinzu.
Ich erkläre euch nun meine Variante: Erwärmt die Milch lauwarm. Achtung: Sie darf nicht zu heiß sein – denn Hefe mag es nicht gerne heiß. Gibt man eine zu heiße Zutat zum Teig, wird der Hefeteig am Ende nix. Das gilt gleich auch für die Butter. Ihr erwärmt nun also die Milch lauwarm und bröselt anschließend die Hefe grob hinein. Gebt den Zucker dazu, rührt ein paar Mal um und stellt das Gefäß für ca. zehn Minuten zur Seite, damit die Hefe aufgehen kann.

In der Zwischenzeit vermischt ihr die restlichen Zutaten für den Teig in einer Schüssel. Also das Mehl, Salz und Ei. Die Butter schmelzt ihr entweder kurz in der Mikrowelle oder auf dem Ofen und gebt sie anschließend zum Teig. Sobald die Hefemischung aufgegangen ist, rührt ihr sie zur Mehlmischung. Alles gut verkneten, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort circa 45 Minuten gehen lassen. Achtung: Der Hefeteig verträgt nicht nur keine Hitze, sondern auch keine Zugluft. Stellt ihn also nicht ans Fenster oder neben eine offene Tür.

Nachdem der Hefeteig genügend Zeit zum Ruhen hatte, knetet ihr ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals gut durch und lasst ihn zugedeckt weitere 15 Minuten gehen. Rührt in der Zwischenzeit die Marmelade glatt und tropft die Kirschen gut ab.

Nun rollt ihr den Hefeteig dünn zu einem Rechteck aus, bestreicht ihn mit der Kirschmarmelade und verteilt abschießend die Kirschen darauf.

Schneidet den Teig der Länge nach in drei Streifen, rollt diese jeweils zu Strängen auf und flechtet sie nun locker zum Zopf. Legt den gefüllten Hefezopf vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Dabei können zwei weitere helfende Hände nicht schaden J. Bevor ihr den Zopf ins Ofenrohr schiebt, lasst ihr in zugedeckt 30 weitere Minuten gehen. In der Zwischenzeit könnt ihr den Backofen schon mal vorheizen: 200 Grad Ober/Unterhitze.

Bestreicht den gefüllten Hefezopf nun mit dem Eigelb, welches ihr vorher verquirlt habt und streut Hagelzucker auf dem Kuchen. Nun schiebt ihr ihn im unteren Drittel in den Ofen und backt ihn circa 25 Minuten. Nach Ablauf der Backzeit nehmt ihr den Zopf aus dem Ofen, lasst ihn kurz abkühlen und könnt ihn direkt servieren. Lauwarm schmeckt er nämlich besonders gut.

Ich setz mich jetzt mal an den Frühstückstisch, der heute besonders üppig bestückt ist. Schöne Ostern, genießt die Feiertage und lasst es euch schmecken,

eure fressraupe






 

Sonntag, 16. November 2014

Ratz-fatz gemacht: Apfelwähe mit Marzipan


Heute hab ich einen ratz-fatz und super schnell gemachten Kuchen für euch im Gepäck. Inspiriert wurde ich von der lieben Yvonne von "Experimente aus meiner Küche". Ich folge ihr unter anderem auf Instagram und da haben mich schon so viele ihrer Fotos angelacht, dass ich am Samstag auf dem Wochenmarkt ein paar säuerliche Äpfel gekauft und am Nachmittag direkt verarbeitet hab. Das geniale an dem Rezept: hier handelt es sich um einen Kuchen, der verdammt schnell gemacht ist. Den Blätterteig ausrollen, die Äpfel schneiden, den Guss anrühren und ab in den Ofen damit. Das Ergebnis ist nicht nur super saftig - es versprüht auch einen zauberhaften Duft in der ganzen Wohnung :)



 Apfelwähe
(ergibt neun Stücke)

1 Packung Blätterteig
200 Gramm Marzipan
200 Gramm Crème fraîche
3 große Äpfel (ich hab Jonagold genommen)
1 Ei
1 Eigelb
2 EL Zucker
1 Bio Mandarine
Prise Zimt 

3 EL Lemoncurd
1 EL Wasser



So ihr Lieben. Was ihr als erstes tun müsst: Packt den Blätterteig aus der Verpackung und legt ihn in eine Auflaufform. Ich hab ihn direkt mit dem Backpapier reingepackt, das schon dabei war. So musste ich die Form nicht fetten. Faul wie ich bin :) Anschließend formt ihr den Rand ein bisschen nach oben, da später ja noch die Schmandmasse auf dem Blätterteig verteilt wird. So läuft sie nicht hinunter. 

Nun schneidet ihr den Marzipan in feine Scheiben und verteilt diese auf dem Blätterteig. Anschließend presst ihr den Saft der Mandarine aus, reibt danach die Schale fein ab und vermischt beides mit der Creme fraiche, dem Ei plus Extra-Eigelb, dem Zucker und Zimt. Die Schmand-Masse könnt ihr nun erstmal beiseite stellen, den Ofen anschmeißen (Umluft 180 Grad) und euch um die Äpfel kümmern. 

Schält also die Äpfel, entkernt und viertelt sie. Die Viertel schneidet ihr nun in schmale Spalten. Diese verteilt ihr dachziegelartig auf dem Teigboden. Gießt abschließend den Schmand darüber und schiebt die Auflaufform auf die mittlere Schiene in den Ofen.

Die Apfelwähe ist fertig, wenn der Teig schön knusprig ist. Das dauert in etwa 30 Minuten. Nehmt sie aus dem Ofen und gebt abschließend noch Lemoncurd darüber. Ich hab 3 Esslöffel davon mit einem Esslöffel Wasser aufkochen lassen, durch ein feines Sieb gestrichen und die Wähe damit eingepinselt.

Super lecker, oder was meint ihr? Ich werd mich in den nächsten Tagen mal an einen Apfelstrudel ranwagen. Fordern zumindest die Kollegen :) Und die will ich ja bei Laune halten. Ich hab nur ein bisschen Bammel, was den Teig angeht. Aber wird schon werden. Falls ihr Tipps oder gar ein gelingsicheres Rezept habt: her damit.

Ich wünsch euch was,
eure fressraupe



Sonntag, 19. Oktober 2014

Geburtstags-Gast #1: Maren



Happy Birthday to you,
Happy Birthday to you,
Happy Birthday, liebe Fressraupe,
Happy Birthday too yoouuu!


Vielen Dank für die liebe Einladung zu deinem allerersten Bloggeburtstag, Manuela! Ich habe mich sehr gefreut, dass du mich bei deiner Geburtstagsfeier dabei haben möchtest.

Unsere Blogs sind ja fast gleich alt und genau wie die Mütter von gleichaltrigen Kindern, helfen wir uns doch ganz selbstverständlich bei der Ausrichtung der Geburtstagsfeier.

Doch erst einmal möchte ich mich den anderen Gästen vorstellen:

Ich  bin Maren von MaLu’sKöstlichkeiten, einem Foodblog bei dem es sich fast ausschließlich um die süßen Seiten des Genusses dreht. Kuchen, Torten und Patisserie sind meine Leidenschaft. 

Ehrensache, dass ich deshalb heute schokoladiges Futter für die kleine Fressraupe mitgebracht habe. Fluffiger Schokoteig, serviert in einer kleinen Espressotasse und mit Smarties verziert.  So wie es sich für den Geburtstag des Jüngsten gehört ;-) .

Diese kleinen Portionen sind natürlich nicht nur für eine Geburtstagstafel ideal, sondern auch als kleines Dessert oder leckeres Schmankerl zu einer Tasse Kaffee. Ich habe probeweise zwei Cappuccinotassen befüllt und auch diese Variante hat den Test mit Bravour bestanden.

Dann erzähle ich euch mal wie ich’s gemacht habe:




Ein Tässchen Schokoladenkuchen, bitte!

Teig:
(für ca. 10 dicke, hitzebeständige Espressotassen)

  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 75 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 2 Eier getrennt
  • 1 Prise Salz
  • 2 gestr. El. Mehl
  • 1 gestr. Teel. Backpulver
  • 3 El. Espresso 

Glasur:
  • 75 g Zartbitterschokolade
  • 30 g flüssige Sahne
  • Smarties o. ä. zur Deko



Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Espressotassen ausbuttern. (Sie sollten dickwandig und hitzebeständig sein!)

Die Schokolade hacken und zusammen mit der Butter und 50 g Zucker über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen und glattrühren.

Die Eier trennen.  Die Eigelbe zusammen mit dem Mehl, dem Backpulver und dem Espresso unter die Schokoladenmasse rühren. Die Eiweiße mit einer Prise Salz und den restlichen 25 g Zucker zu steifem Schnee schlagen und diesen vorsichtig nach und nach unter den Schokoladenteig heben.

Den Teig auf die Espressotassen verteilen. Dies geht am saubersten, wenn ihr den Teig in einen Spritzbeutel füllt und in die Tassen spritzt.  Füllt die Tassen höchstens zu zwei Drittel, denn der Teig geht, ähnlich wie ein Soufflee, sehr auf!

Nun stellt ihr die Tassen bei 180 Grad Ober- u. Unterhitze für ca. 15-20 Minuten in den Backofen.

Für die Glasur hackt ihr die Schokolade und lasst sie zusammen mit der Sahne über einem Wasserbad schmelzen. Sind die Küchlein abgekühlt bestreicht ihr die Oberfläche mit der Glasur und verziert sie auf Wunsch mit Smarties o. ä. 

Frisch gebacken schmecken die Schokoküchlein am besten. 

Liebe Manuela, es war mir eine Freude, dein Geburtstagsgast zu sein! Ich habe schon ganz viel auf deinem Blog gestöbert und liebe deine Videos und den Mut den du für einige deiner Aufgaben aufbringst (ich sage nur Spinne!!!). 

Nun wünsche ich dir noch viele weitere tolle Jahre als Fressraupe. Ich freu mich drauf und begleite dich gern!

Liebste Grüße aus dem hohen Norden
Maren von MaLu’s Köstlichkeiten

P.S. Beim Fotoshooting flog mir doch tatsächlich ein Glückskäferchen aufs Arrangement! Na, wenn das nicht etwas zu bedeuten hat ... ;-) !

****************  GEWINNSPIEL ****************

Im Rahmen meines Bloggeburtstags verlose ich einen 50 Euro Gutschein von mydays. Diesen könnt ihr für ein Erlebnis eurer Wahl einlosen. Zur Verlosung geht's hier entlang: http://fressraupe.blogspot.de/2014/10/konfetti-glitzer-und-lametta.html




Quelle: Backlust von GU





Freitag, 10. Oktober 2014

Apfel-Quark-Mohn-Plunder mit Streuseln



Ich schlage heute zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen hat die liebe Clara aka "tastesheriff" zu einer neuen Rund #ichbacksmir aufgerufen - diesmal ganz im Zeichen des Apfelkuchens. Und ein weitere Blogger - Marc von "baketotheroots" - hat ebenso die besten Apfelkuchen-Rezepte gesucht. Um aus der Sammlung im Anschluss ein kleines E-Book zu erstellen. Ich finde die Idee ganz großartig und deshalb trage ich mit meinen Apfel-Quark-Mohn-Plundern nun also zu beiden Blogevents bei. Ich bin schon ganz gespannt auf das E-Book! Sobald es fertig ist, könnt ihr es euch alle ausdrucken :) In der Zwischenzeit findet ihr bei Clara viele leckere Apfelkuchenrezepte anderer Blogger. Schaut einfach mal vorbei!



Apfel-Quark-Mohn-Plunder
(acht Stück)
Für den Hefeteig
250 Gramm Mehl
125 ml Milch
1/2 Würfel Hefe
40 Gramm Zucker
50 Gramm weiche Butter
1 Eigelb
Prise Salz

Für die Quarkcreme
250 Gramm Quark
1 Eigelb
60 Gramm Zucker
30 Gramm weiche Butter
1 EL Milch
20 Gramm Speisestärke

Für den Mohnbelag
1 Fertigmischung "Mohnback"

Für die Streusel
80 Gramm Mehl
40 Gramm Zucker
50 Gramm weiche Butter

2 große säuerliche Äpfel





Zunächst stellt ihr den Hefeteig her. Dafür siebt ihr das Mehl in eine Schüssel und drückt in die Mitte eine Mulde. Erwärmt die Milch in einem separaten Gefäß und bröselt die Hefe hinein. Gebt den Zucker dazu und verrührt das Ganze. Zur Seite stellen und circa zehn Minuten gehen lassen. Zum Mehl könnt ihr in der Zwischenzeit die Butter, das Salz und das Eigelb geben. Wenn die Hefe aufgegangen ist, schüttet ihr diese zur Mehlmischung und knetete alle Zutaten zu einem glatten Teig. Lasst diesen am besten in der Schüssel, deckt diese mit einem Geschirrtuch ab und stellt den Teig an einen warmen Ort, damit er aufgehen kann. Nach circa 45 Minuten sollte sich das Teigvolumen verdoppelt haben.

Während der Hefeteig aufgeht, könnt ihr schon mal die Quark- und Mohncreme herstellen. Wer mag, kann die Mohncreme natürlich selbst herstellen, ich hab heute mal auf eine fertige Mischung zurückgegriffen. Diese nach Packungsanleitung zubereiten. Bei meiner musste ich nur ein paar Esslöffel Milch dazugeben, gut verrühren und fertig war die Mohncreme.

Für die Quarkcreme trennt ihr zunächst das Ei. Schlagt das Eiweiß steig und gebt anschließend 20 Gramm Zucker hinzu. So lange weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst und der Eischnee fest ist. Nun gebt ihr die weiche Butter mit dem restlichen Zucker in eine Schüssel und schlagt beide Zutaten schaumig. Rührt nach und nach das Eigelb, den Quark und die Milch unter. Abschließend siebt ihr die Speisestärke über die Masse und zieht diese zusammen mit dem Eischnee unter die Quarkmasse.

Abschließend müssen noch die Streusel hergestellt werden. Dafür alle oben genannten Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Das geht am besten mit den Händen. In Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen, bis die Streusel benötigt werden.

Wenn der Hefeteig in der Zwischenzeit aufgegangen ist, könnt ihr die Plunder zubereiten. Knetet dafür den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal kräftig durch. Formt ihn zu einer Rolle und schneidet acht gleichgroße Stücke ab. Formt die einzelnen Teigstücke zunächst zu Kugeln und plättet sie anschließend zu einem runden Fladen (ca. 14 cm Durchmesser). Ich rate euch, bei den Fladen einen etwas höheren Teigrand stehen zu lassen. Dadurch verhindert ihr, dass der Belag im Ofen möglicherweise hinunterläuft.

Nun verteilt ihr die Quarkcreme gleichmäßig auf den acht Plundern. Anschließend gebt ihr jeweils zwei gehäufte Teelöffel Mohn darauf. Die Äpfel waschen, halbieren, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Ich hab meine nicht geschält, da sie ja direkt aus dem Garten kommen. Schneidet die Apfelviertel in ca 1/2 Zentimeter große Spalten und verteilt jeweils einen Viertel Apfel auf einem Plunder. Abschließend holt ihr den Teig für die Streusel aus dem Kühlschrank und bröselt diesen über die Plunder.

Gebt die Apfelküchlein auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backt die hübschen Teilchen für circa 20 Minuten bei 180 Grad.

Wenn die Apfel-Quark-Mohn-Plunder eine leichte Bräune angenommen haben, könnt ihr sie aus dem Ofen nehmen. Nun noch kurz abkühlen lassen und dann könnt ihr sie auch schon servieren!

Nun bleibt mir nur noch zu sagen: Guten Appetit und viel Spaß mit unseren Apfelkuchen-Rezepten.

eure fressraupe




Mittwoch, 24. September 2014

Hefezopf mit Nussfüllung



Ich bin ein bisschen verliebt! In Hefeteig! Manchmal auch ein bisschen sehr. Und zwar so sehr, dass ich während des Backens schon die Hälfe schnabuliere. Ganz egal ob man davon Bauchweh bekommt oder der Teig am Ende nicht reicht. Er schmeckt einfach zuuuu gut!

Und so war es auch diesmal wieder! Was aber gar kein Problem war, wie ihr seht: Mein Hefezopf mit Nussfüllung - der ja streng genommen gar kein "Zopf" ist, weil er heute ausnahmsweise aus der Kastenform kommt - ist auch so ziemlich groß geworden. Da darf man hin und wieder auch ein Stück vom Teig abreißen und vernaschen. 

Gerade jetzt, wo es langsam herbstlich wird, mag ich so einen Hefezopf besonders gern. Ich mach's mir dann mit ner Tasse warmer Milch auf dem Sofa gemütlich, les ein Buch oder eine Zeitschrift, tunke das Stück Nusszopf regelmäßig in die Milch und könnte mich ausschließlich davon ernähren. Obwohl - irgendwann ist dann auch bei einer Fressraupe wie mir der Punkt erreicht, wo's mir schlecht wird. Aber drei Stücke gehen allemal :)

Und weil ich hoffe, dass ihr dieses Hefegebäck mit Nussfüllung genauso gern habt wie ich, gibt's jetzt das Rezept für euch! Denn es bleibt ja noch ne Weile ungemütlich vor der Haustür - Zeit zum einmummeln und genießen kommt in den nächsten Wochen sicher noch oft auf.




Hefezopf mit Nussfüllung
(für eine Kastenform)

500 g Dinkelmehl
50 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
Prise Salz
200 ml lauwarme Milch
Würfel frische Hefe
1 Ei
50 g weiche Butter
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g gemahlene Mandeln
200 g Schlagsahne
4 EL Honig
Puderzucker
Zitronensaft
ein paar gehackte Nüsse





Für meinen Hefezopf mit Nussfüllung müsst ihr ein bisschen Zeit einplanen. Aber wer von euch schon mal Hefeteig gebacken hat, weiß das ja :) Und am Ende lohnt sich die Warterei definitiv.

Schnappt euch eine Schüssel, mischt das Mehl mit dem Zucker, Vanillezucker, Salz, Ei und Butter. Wärmt die Milch auf, gebt zwei Esslöffel Zucker dazu und bröckelt die Hefe hinein. Vorsicht: die Milch darf auf gar keinen Fall zu heiß sein oder gar kochen - sonst geht die Hefe nämlich nicht auf! Rührt die Hefe-Milch-Zucker-Mischung kurz durch - es dürfen ruhig noch kleine Hefe-Klumpen darin schwimmen und lasst das Ganze für circa zehn Minuten stehen. Ihr könnt in der Zwischenzeit irgendwas anderes machen oder aber der Hefe dabei zusehen, wie sie langsam Blasen bildet und aufgeht. Seeeehr spannend :)

Kurz bevor die Hefe dann über den Rand des Bechers quillt, gebt ihr die Mischung zu den anderen Zutaten und verknetet alles zu einem glatten Teig. Diesen stellt ihr nun abgedeckt mit einem Geschirrtuch an einen warmen Ort. Wenn der Kachelofen - wie bei uns - noch nicht an ist, könnt ihr den Ofen auf 50 Grad vorheizen, wieder ausschalten und die Schüssel hinein stellen. Nach rund 45 Minuten dürfte der Hefeteig dann ordentlich aufgegangen sein. 

Nun könnt ihr die Nussfüllung zubereiten. Gebt die Sahne in einen kleinen Topf, bringt sie zum Köcheln, nehmt den Topf von der Herdplatte und rührt den Honig darunter. Anschließend gebt ihr die Nüsse dazu und lasst das Ganze etwas abkühlen.





Die Zeit könnt ihr nutzen, um den Hefeteig auszurollen. Bemehlt eure Arbeitsfläche, schnappt euch ein Nudelholz und rollt den Teig zu einem Rechteck aus. Die Größe sollte ungefährt 30 x 40 cm betragen. Verteilt die Nussmischung nun gleichmäßig auf dem Teig. Lasst rund herum einen circa ein Zentimeter breiten Rand frei. Nun rollt ihr den Teig von der kürzeren Seite her fest auf. Da er wahrscheinlich ein bisschen zu lang für die Form ist, staucht ihr die Enden einfach ein bisschen - das ist kein Problem :)

Nun legt ihr die Teigrolle in eine gefettete Kastenform. Lasst sie an einem warmen Ort weitere 30 Minuten abgedeckt gehen. 

Heizt den Backofen vor und gebt den Hefezopf für 45 Minuten bei rund 150 Grad (Umluft) in die Röhre. Ich hab meinen Kuchen nach knapp 20 Minuten mit Alufolie abgedeckt, sonst wäre er oben zu dunkel geworden. 

Lasst den Hefezopf nach der Backzeit zunächst eine halbe Stunde in der Form abkühlen. Anschließend löst ihr ihn aus der Form und lasst ihn auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.

Um ihn zum Schluss noch ein wenig zu verschönern, rührt ihr Puderzucker mit Zitronensaft an. Verteilt den Zuckerguss auf dem Kuchen und verziert ihn mit den gehackten Nüssen.

Jetzt nochmal ein bisschen warten bis der Guss getrocknet ist und dann könnt ihr euch endlich eine Scheibe abschneiden und es euch auf dem Sofa gemütlich machen.

Das mach ich jetzt nämlich auch,

eure fressraupe