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Montag, 4. Mai 2015

Krautsalat im US-Style: amerikanischer Coleslaw



Das Wetter am 1. Mai hätte uns hier in Süddeutschland ganz schön die Laune verderben können. Denn es hat geregnet. Den ganzen Tag. Nicht eine Minute Pause. Aber gut. Wir waren vorbereitet :) Deshalb hab ich ganz bewusst "hätte" geschrieben. Und so haben wir es uns am vergangenen Freitag eben drinnen gemütlich gemacht, während der Regen auf unser Fensterbrett geprasselt ist. Auch schön, zur Abwechslung. So ein fauler Tag. Chiller-Modus an und los geht's.

Weil wir endlich mal wieder Zeit hatten, um ausgiebig zu Kochen, gab's "Pulled Beef" - mein Leibgericht, seit unser schwedischer Freund Erik es im vergangenen Jahr für uns gekocht hat. Dazu passt ganz wunderbar: Krautsalat - und deshalb gibt's heute das Rezept für euch.




Amerikanischer Krautsalat 
(für vier bis sechs Personen)

1 kg Weißkohl
2 Karotten
2 Lauchzwiebel
1 Apfel

100 ml Essig
2 EL Zucker 
1 EL Mehl 
1 EL Butter
200 ml Sahne
Schuss Milch
2 Eier
Salz
Pfeffer



Krautsalat amerikanisch angehaucht: here it is!

Zunächst schnibbelt ihr den Weißkohl in feine Streifen. Wenn ihr eine Reibe habt, könnt ihr ihn natürlich auch reiben. Das gleiche macht ihr mit den Karotten und dem Apfel. Die Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden und alle Zutaten in eine große Schüssel geben.
Für das Dressing gebt ihr den Essig zusammen mit dem Zucker, dem Mehl und dem Butter in einen kleinen Topf. Erhitzt die Zutaten unter ständigem Rühren. Wenn die Masse leicht köchelt, gebt ihr die Sahne und einen Schuss Milch dazu. Alles gut verrühren und Salz/Pfeffer hinzugeben. 

Verquirrlt zwei Eier in einer kleinen Schüssel und gebt einen kleinen Teil der heißen Mischung zu den Eiern. Verrührt alles zu einem glatten Brei und schüttet den Ei-Brei anschließen wieder in den Topf. Alles nochmal kurz aufkochen lassen, gut rühren und vom Herd nehmen. Abschließend zwei Esslöffel der Zitronen-Mayo dazu geben und über das Gemüse schütten.

Nun deckt ihr den Krautsalat ab und lasst ihn an einem kühlen Ort mindestens vier Stunden durchziehen. Vor dem Servieren eventuell nochmal nachsalzen.

Soderler, das war's dann auch schon wieder mit dem amerikanischen Coleslaw. Ich finde, die zitronige Mayo gibt dem Ganzen eine tolle Note! Der Krautsalat passt übrigens hervorragend zu Pulled Beef oder Pulled Pork, auf den Burger oder aber auch zum Grillen. Ist sozusagen ein Allrounder!

Ich hoffe, ihr habt das lange Wochenende genauso genossen wie wir :)

eure fressraupe



* Die vegane Zitronen Mayo ist übrigens eine von vielen Leckereien aus der aktuellen Foodvibes-Box. Diese hab ich zum Testen geschickt bekommen und ich muss sagen: der Inhalt hat mich ja schon beim Öffnen der Kiste rein optisch überzeugt. Geschmacklich hat allein die Mayo schon einen draufgelegt. Mal sehen, wie der Rest schmeckt :) Ich werde auf jeden Fall berichten!


Dienstag, 24. Februar 2015

Zoodles not Noodles!

Ich trau mich die Frage ja fast gar nicht zu stellen... Denn Zoodles sind mittlerweile in aller Munde (haha). Das hab spätestens jetzt auch ICH mitgekriegt. Und falls ihr wider Erwarten doch zu der Gruppe gehört, die bisher nichts von der gesunden Nudelvariante gehört hat: tadaaaaa - willkommen im Club!

Mich hat ja das Fräulein Gaumenfreundin infiziert. Seitdem ist bei mir das Zucchini- bzw. Karottennudelfieber ausgebrochen. Und ganz ehrlich: einmal auf den Geschmack gekommen, mag man diese Krankheit ganz und gar nicht bekämpfen :-P




Mein Vorsatz für 2015 war es - wie sollte es anders sein - mich ein bisschen gesünder zu ernähren und mehr Sport zu machen. Super langweilig - weil super durchschnittlich. War mir aber egal. Durchhalten muss ich es. Oder was heißt durchhalten: ändern muss sich was. Das trifft's eher. Während meines Studiums hab ich echt viel Sport gemacht - bringt ein Sportstudium so mit sich. Mit meinem Umzug nach Ulm vor zweieinhalb Jahren (Kinder, wie die Zeit vergeht!) und dem Start ins Arbeitsleben hat sich das dann schlagartig geändert. Keine Zeit, abends zu müde - ihr kennt die faulen Ausreden...

Anfang des Jahres hab ich die Arschbacken dann allerdings zusammengekniffen, den inneren Schweinehund überwunden und seitdem geh ich zwei- bis dreimal pro Woche schwimmen und mach hin und wieder Freeletics, wenn ich mich aufraffen kann. Aber zwischen 3 und 4,5 Kilometer schwimmen pro Woche sind ja schon mal ein Anfang, dachte ich mir.

Noch dazu versuche ich - zumindest abends - die Kohlenhydrate im Essen zu reduzieren. Und da kommen eben die Zoodles ins Spiel. Ich bin ja ein absoluter Pasta-Fan. Da kam mir unsere Reise nach Rom im vergangenen Herbst gerade recht. Doch abends um achts noch zwei Teller Nudeln zu essen - da freut sich zwar das Hüftgold, nicht aber die Bikinifigur. Und da der Sommerurlaub bereits gebucht ist, der Bikini hier und da aber noch etwas zwickt, musste schleunigst ein gesunder Nudel-Ersatz her.

Die liebe Steffi aka Gaumenfreundin beschäftigt sich schon länger mit der Low-Carb-Ernährung und so hab ich mich von ihr inspirieren lassen und mir auch einen Zoodles-Schneider gekauft. Den ganz einfach, der tuts für meine Zwecke. Locker. Und weil ich mittlerweile ein wahrer Zoodles-Fan bin und mindestens einmal pro Woche Zucchini und Karotten durch meinen "Spitzer" drehe, möchte ich euch heute Zucchini-Karotten-Nudeln mit einem selbstgemachten Pesto aus Tomaten, Feta, getrockneten Tomaten und Basilikum vorstellen.




Zucchini-Karotten-Nudeln mit Pesto
(für zwei Personen)

2 Zucchini
2 Karotten

200 Gramm Cocktailtomaten
100 Gramm Feta 
6 EL Öl
4 Stengel Basilikum
handvoll getrocknete Tomaten
evtl. Pfeffer



Am besten kümmert ihr euch zuerst um die Zoodles-Produktion. Ich hab mir den ganz einfachen Schäler gekauft, den die liebe Steffi auf ihrem Blog empfiehlt. Und ich kann euch diesen nur ans Herz legen. Für meine Zwecke reicht dieser völlig aus. Die Zoodles sind super schnell durch den Spitzer gedreht - für die Low-Carb-Pasta steht ihr keine 30 Minuten in der Küche.

Für zwei Personen verwende ich zwei Zucchini und zwei Karotten. Je nach Hunger und Größe des Gemüses könnt ihr natürlich auch eine Karotte mehr verwenden.

Stellt die Zoodles am besten bei Seite und bereitet das Pesto zu. Dafür habe ich die Cocktailtomaten gewaschen, halbiert und zusammen mit 6 EL gutem Olivenöl in den Mixer gegeben. Alles gut zerkleinern, dann den Feta grob zerbröseln und dazu geben. Wieder vermixen und abschließend die getrockneten Tomaten (ebenfalls vorher grob geschnitten) dazu. Abschließend hab ich das Basilikum gewaschen und unter die Masse gemischt.

Je nachdem, ob ihr getrocknete Tomaten oder in Öl eingelegt verwendet, müsst ihr das Ganze noch würzen. Bei meiner Variante war es so, dass die getrockneten Tomaten an sich schon relativ salzig waren, deshalb habe ich nur noch etwas Pfeffer zu dem Pesto gegeben.




Die Zoodles schwitze ich immer kurz in einer Pfanne an. Einfach zwei Esslöffel Öl in eine beschichtete Pfanne geben und die Zoodles kurz darin schwenken. Sie sollten noch Biss haben.

Aus der Pfanne holen, auf Tellern oder in Schüsseln verteilen und das Pesto darübergeben.

Yummi! Schmeckt total lecker, ihr werdet sehen :) Für mich sind Zoodles mittlerweile tatsächlich eine gute Alternative zu Nudeln.

Insgesamt muss ich sagen: es klappt ganz gut, mit meiner Low-Carb-Umstellung. Klar - ich hab immer Lust auf was Süßes. Kaiserschmarrn, Apfelstrudel, Germknödel - gerade jetzt, wo ich oft beim Snowboarden bin, komm ich daran auf der Hütte nur schwer vorbei. Aber an einem Tag pro Woche gönn ich mir auch mal ein Stück Schokolade, ne süße Mahlzeit oder ein Stück Kuchen. Komplett ohne macht ja schließlich auch keinen Spaß.

Und ihr? Habt ihr euch irgendwas vorgenommen für das neue Jahr? Oder eure Vorsätze schon wieder über Bord geworfen? Ich bin gespannt!

Falls ihr noch dabei seid: Haltet durch, gemeinsam schaffen wir das

eure fressraupe




Sonntag, 28. September 2014

Asia-Feeling: Gebratene Thai-Nudeln



Ich bin ja total verliebt in Asien, wie ich gestehen muss. Die Menschen, die Kultur, die Landschaft und das Essen! 2009 war ich mit meinen Schulfreundinnen Meli, Lisa und Andi zum ersten Mal in Thailand. Knapp vier Wochen - zum ersten Mal raus aus Europa - bepackt mit einem riiiiesen Rucksack und nervös wie Bolle. Viele von euch werden sich jetzt sicher denken "Paaah - Thailand - als Backpacker ist das doch total easy" - und jep, liebe Leute: da geb ich euch recht. Denn wenn man erstmal zwei Wochen durch Flores (in Indonesien) unterwegs war, wo es so gut wie keinen Tourismus gibt, weiß man spätestens: Thailand ist wirklich easy going. Aber so zum Einstieg fand ich Thailand damals super für uns Backpacker-Neulinge. Und ich würd auch jederzeit wieder hin. Denn das Essen dort ist wirklich der Wahnsinn.

Und Indonesien steht dem in nichts nach. Ich hab ja im Jahr 2011 für ein halbes Jahr auf Bali gelebt und mich sechs Monate (fast) ausschließlich von asiatischem Essen ernährt. Zugegeben: Ich war auch froh, als meine Freunde Kathi und Tobi zu Besuch kamen - mit Körnerbrot im Schlepptau - aber alles in allem muss ich sagen: ich liebe es, das asiatische Essen. Und so war ich umso erfreuter, als es vor Kurzem die asiatische Woche bei Lidl gab. Das Chang Bier im Regal hat mein Herz einen riesen Hüpfer machen lassen. Das hat mich nämlich gleich wieder an unsere Zeit in Thailand erinnert. Gemütlich in einer der vielen Bars auf Koh Tao haben wir abends immer Chang-Bier getrunken und es uns gut gehen lassen. Als ich dann im nächsten Regal meines Lidl-Marktes auch noch Chow-Mein-Nudel entdeckt hab, war das quasi DER Anlass, um endlich mal wieder asiatisch zu kochen.

Und so gab es heute endlich gebratene Nudeln (oder Mie Goreng - wie sie zum Beispiel in Indonesien heißen) mit einem kühlen Chang-Bier. Zwar erinnern die derzeitigen Temperaturen eher an die Arktis, statt an Asien - dennoch hab ich mich ein bisschen gefühlt wie damals - am Strand von Koh Tao.




Gebratene Thai-Nudeln
(für vier Personen)

100 Gramm Sesamsamen
3 Karotten
200 Gramm Zuckerschoten
250 Gramm Brokkoli
1 gelbe Paprika
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 rote Chili
neutrales Öl
300 Gramm Chow Mein Noodles

2 EL Sesamöl
6 EL Sojasauce
2 TL Honig 
4 Stengel Zitronenbasilikum
Saft einer Limette
Salz

4 Flaschen Chang Bier




Für die gebratenen Nudeln nach Thai-Art schnibbelt ihr zunächst das Gemüse klein. Die Zuckerschoten halbiert ihr der Länge nach, die Karotten schält ihr, und schneidet sie in dünne Streifen. Ebenso die Paprika. Den Brokkoli teilt ihr in kleine Röschen. Und die Schalotten halbiert und viertelt ihr und zieht anschließend die einzelnen "Häute" ab. Den Koblauch fein hacken und die Chili ebenso kleinschnibbeln.

Jetzt ist die Vorarbeit getan und es geht an's eigentlich Kochen. Wenn ihr einen Wok habt, würde ich euch empfehlen, das Ganze darin zu braten. So machen es die Thais auch :) Außerdem spart man beim Kochen Energie und die Nudeln werden super lecker. Falls ihr auf der Suche nach einer Wokpfanne seid, kann ich euch den Online-Shop von Lidl empfehlen (Pfannen gibt's derzeit sogar im Angebot :) ). Dort habe ich vor längerem selbst eine große Pfanne gekauft, mit der ich sehr zufrieden bin. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt meiner Meinung nach absolut.

Röstet also zunächst die Sesamsamen in einer (Wok-)Pfanne ohne Fett goldgelb an. Immer wieder umrühren, sonst brennen sie euch an. Anschließend gebt ihr die Sesamsamen in eine Schüssel - sie kommen nämlich erst später wieder zum Einsatz.

Erhitzt etwas neutrales Öl in einer Pfanne oder im Wok. Gebt das Gemüse mitsamt dem Knoblauch hinzu und bratet es unter ständigem Rühren an. Am Schluss werft ihr die Chili dazu.

Setzt in einem extra Topf Wasser für die Nudeln auf. Salzt das Wasser und gebt die Chow-Mein-Nudeln dazu. Diese nach Packungsanweisung zubereiten. Sobald das Wasser kocht, nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst die Nudeln vier Minuten durchziehen. 

Nun gebt ihr die Sojasauce, den Honig und das Sesamöl über das Gemüse. Lasst das Ganze einreduzieren, bis die Nudeln gar sind. Nehmt den Wok vom Herd, gießt die Nudeln ab und rührt diese anschließend unter das Gemüse. Gebt den Limettensaft darüber, schnibbelt das Zitronenbasilikum klein und gebt es mit dem Sesam über die gebratenen Nudeln.

Jetzt müsst ihr euch nur noch das Bier aufmachen, Stäbchen auspacken, Platz nehmen und von Thailand träumen!

Lasst es euch schmecken - oder: Selamat makan - wie man in Indo sagt!

eure fressraupe




Sonntag, 21. September 2014

Herbstliebe: Kürbis-Ricotta-Gnocchi



Erinnert ihr euch noch an meine Bärlauch-Gnocchi, die ich im März gekocht hab? Ich hab ja damals zum allerersten Mal überhaupt Gnocchi selbst gemacht und war begeistert. Als ich dann letztens über den Wochenmarkt geschlendert und die ganzen Kürbisse entdeckt hab, die endlich wieder Saison haben, hab ich mich gefragt: Kann man eigentlich auch Kürbis-Gnocchi machen?

Daheim angekommen hab ich mich dann sofort vor den PC gesetzt und Google gefragt. Dieses allwissende Etwas hat mich schwups di wups auf den Blog der lieben Ann-Katrin von "Penne im Topf" geleitet. Und weil mir ihr Rezept so gut gefallen hat - und sich vor allen Dingen total simple anhörte, hab ich schnell noch Ricotta gekauft, um im Anschluss fleißig Gnocchi zu formen :)





Kürbis-Ricotta-Gnocchi
(reicht für drei Personen)

250 g Ricotta
1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis
2 Eigelb
100 g Parmesan
250 g Mehl
Stück Butter
Salz
Pfeffer
Muskat




Wie oben schon angesprochen, handelt es sich hier um ein wirklich kinderleichtes Rezept. Vor allem Ann-Katrins Tipp mit der Mikrowelle fand ich genial. Für die Gnocchi braucht ihr nämlich Kürbispüree. Und um das herzustellen, müsst ihr noch nicht mal den Ofen anwerfen. Vorausgesetzt ihr habt eine Mikrowelle.

Putzt und entkernt den Hokkaido-Kürbis und schneidet ihn danach in schmale Streifen. Legt ihn auf einen Teller, beträufelt das Ganze mit etwas Wasser und stellt den Kürbis anschließend für gut 15 Minuten in die Mikrowelle. Wenn die Viertelstunde dann vorbei ist, duftet es in eurer Küche nicht nur verführerisch nach Kürbis - der kleine Mann ist dann auch butterweich und bereit zum Pürieren. Und schon habt ihr Kürbispüree :)

Jetzt geht's auch schon an die Gnocchi-Produktion. Dafür verrührt ihr das Kürbispüree mit Ricotta, Parmesan, 2 Eigelb, Salz, Pfeffer und Muskat. Gebt anschließend so viel Mehl hinzu, bis der Teig gerade so nicht mehr an den Händen klebt. Ein wenig wird dort immer hängen bleiben - aber das ist ganz normal. Falls ihr nämlich zu viel Mehl hinzufügt, werden die Gnocchi am Ende zu hart. Also nicht wundern, dass es eine etwas klebrige Angelegenheit ist :) Ich bin mit 250 Gramm ganz gut hingekommen.

Nun rollt ihr den Teig zu circa zwei Zentimeter dicken Rollen aus. Nehmt ein Messer und schneidet kleine Gnocci ab. Diese könnt ihr dann noch mit einer Gabel ein wenig eindrücken, damit sie die berühmte Gnocci-Musterung bekommen.

Anschließend setzt ihr einen Topf Wasser mit Salz darin auf und gebt die Gnocchi kurz hinein. Die kleinen Teile brauchen gar nicht lang im Wasser - sobald sie oben schwimmen könnt ihr sie mit einer Schöpfkelle herausnehmen und unter kaltem Wasser abschrecken. 

Nun bleibt natürlich euch überlassen, wie ihr die Gnocci essen möchtet. Wir haben uns für eine ganze einfache Variante entschieden: in Butter geschwenkt und mit Parmesan oben drauf.

Dafür setzt ihr eine extra Pfanne auf den Herd, gebt ein gutes Stück Butter hinein und bratet die Gnocchi anschließend kurz an. Parmesan darüber vertreuen und fertig!

So. Und jetzt würde mich natürlich interessieren: Habt ihr Vorschläge, was man neben Bärlauch und Kürbis noch in Gnocchi mischen kann? Ich bin gespannt auf eure Ideen. 

Bis dahin lass ich mir jetzt mal meine Kürbis-Ricotta-Gnocchi schmecken,

eure fressraupe




Freitag, 12. September 2014

Aus dem Wald - auf den Teller: Steinpilz-Risotto



Mit großem Erschrecken hab ich gerade festgestellt, dass mein letzter Post schon fast zwei Wochen zurück liegt... Himmel! Momentan hab ich irgendwie das Gefühl, die Zeit fliegt nur so an mir vorbei. Eigentlich müsste mein Tag 30 Stunden haben - ich komm einfach zu NIX! 

Und so ist es jetzt auch schon wieder eine Woche her, dass der gute Uli uns zwei Kilo gesammelte Steinpilze vorbeigebracht hat. Sein Vater geht leidenschaftlich gern "in die Schwammerl", wie man bei uns in Bayern so schön sagt - die Familie kann die Pilze gar nicht alle essen - also haben wir was davon abbekommen. Worüber ich mich sehr gefreut hab :)

Als Kind war ich mit meinem Papa auch oft auf Pilzsuche - doch das is nun schon ne ganze Ecke her. Umso mehr hab ich mich über die riesen Schüssel regionale Steinpilze gefreut. Und da ich ein absoluter Risotto-Fan bin, war sofort klar: ein Teil der Schwammerl landet im Reis.




Steinpilz-Risotto
(für vier Personen)

800 Gramm Steinpilze
350 Gramm Risotto-Reis
500 ml Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
100 Gramm geriebener Parmesan
handvoll Schnittlauch/Petersilie
2 EL Öl
2 EL Butter
Salz
Pfeffer


 


So ihr Lieben - meine Steinpilze wurden mir freundlicherweise schon geputzt geliefert, insofern musste ich sie nur noch in Scheiben schneiden. Wenn eure aber frisch aus dem Wald sind, würde ich euch empfehlen, sie kurz unter fließendem kaltem Wasser abzuwaschen, eventuell mit einer Bürste zu putzen und anschließend auf einem Geschirrtuch zu trocken.

Schnibbelt die Pilze in ca. 0,5 cm dicke Scheiben. Falls ihr keine frischen Steinpilze habt, könnt ihr natürlich auch getrocknete verwenden. Diese in lauwarmes Wasser legen, mindestens 15 Minuten einweichen lassen und direkt ins Risotto geben. Die getrockneten müssen im Gegensatz zu den frischen nicht angebraten werden.




Als nächstes würfelt ihr die Schalotten und den Knoblauch. Gebt das Olivenöl mit etwas Butter in einen Topf und bratet die Schalotten darin glasig. Anschließend gebt ihr den Risotto-Reis hinzu und bratet diesen ebenso kurz an. Anschließend löscht ihr das Ganze mit etwas Weißwein ab. Dieser sollte komplett einkochen, erst danach gebt ihr nach und nach immer etwas Gemüsebrühe oder Wein hinzu. Unter stetigem Umrühren lasst ihr das Risotto bei geringer Hitze nun so lange köcheln, bis der Reis die komplette Flüssigkeit aufgenommen hat. Es kann durchaus sein, dass ihr etwas mehr/weniger Brühe/Wein benötigt.




Während das Risotto vor sich hinköchelt, bratet ihr parallel schon mal die Steinpilze in Butter an. Gebt diese in eine große Pfanne und bratet sie darin leicht bräunlich. Salzen, pfeffern - die frischen Gewürze fein hacken, hinzugeben und die Pfanne beiseite stellen.

Wenn der Reis dann so gut wie fertig ist, mischt ihr den geschnibbelten Knoblauch und abschließend auch die Steinpilze darunter. Abschließend reibt ihr den Parmesan, gebt ihn zum Reis, rührt nochmal kurz um und verteilt das Ganze dann auf Tellern. Bleibt nur noch zu sagen: Lasst es euch schmecken!

Und: DANKE, lieber Uli! Für die super leckeren und vor allem frischen Pilze! Wir konnten gar nicht alle verwenden - mindestens die Hälfte der Steinpilze ist zum Trocknen auf dem Kachelofen gelandet. Bei den derzeitigen Temperaturen läuft der nämlich schon wieder... Und außerdem haben wir dann in ein paar Tagen auch noch was davon :)

Ich mummel mich hier derweil mit ner kuschligen Decke und einer extra großen Tasse Tee ein! Ekelhaftes Wetter...

Macht's euch gemütlich und genießt das Wochenende,

eure fressraupe




Sonntag, 10. August 2014

Das Korn der Inkas: mit Quinoa gefüllte Tomaten



Ich hab heute keine Tomaten auf den Augen, sondern davor! Denn auf dem Ulmer Wochenmarkt gibt's diese derzeit in allen möglichen Formen und Farben. Da hab ich gleich mal zugeschlagen. Gefüllte Tomaten stehen nämlich schon seit längerem auf meiner "To cook"-Liste - und jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen, welche zu kochen. Gefüllt hab ich die dicken Dinger mit dem Reis der Inkas: Quinoa.

Wie die/der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, bin ich neuerdings Rezeptpartnerin von Reishunger, einem Unternehmen aus Bremen, welches sortenreinen Reis über das Internet verkauft. Vor einiger Zeit haben mir die Jungs und Mädels ein Testpaket zugeschickt, ich hab ein Gericht gekocht und das hat ihnen wohl gefallen :) Denn schwups di wups kam die Anfrage, ob ich denn noch mehr Produkte testen und offizielle Rezeptpartnerin werden möchte.

Da ich die Produkte und vor allem die Vielfalt an Reis, die das Unternehmen verkauft, richtig toll finde, hab ich natürlich "ja" gesagt! So hab ich die Möglichkeit, verschiedene Sorten zu probieren - die ich sonst wahrscheinlich nie verarbeiten würde. Denn wo bekommt man schon "Sadri Duri Reis", schwarzen "Klebreis" oder "Mochi Reis"?




Im Supermarkt sind mir diese Sorten auf jedenfall noch nicht über den Weg gelaufen und so hab ich der lieben Raphaela eine Liste mit Produkten geschickt, die ich gerne probieren würde. Unter anderem eben auch Quinoa. Ich hab schon so viel über dieses besondere Korn gelesen, aber irgendwie hat sich bisher nicht die Möglichkeit ergeben, damit zu kochen.

Derweil ist Quinoa extrem gesund. Der Eiweißgehalt der kleinen Körner übertrifft den von herkömmlichem Getreide, zudem eignet sich Quinoa bestens für Menschen mit Gluten- oder Laktoseunverträglichkeit. Wieso bei Laktoseintoleranz? Weil Quinoa sehr viel Kalzium enthält. Eisen und Magnesium übrigens ebenso. 



Tomaten mit Quinoa gefüllt
(für 6 Stück)

6 große Tomaten
200 Gramm Bio-Quinoa
400 ml Wasser
Becher Creme fraiche
1 Zucchini
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Bund Petersilie
Zucker
Salz
Pfeffer




Zu allererst bereitet ihr den Quinoareis nach Packungsanleitung zu. Das geht ganz einfach: eine Tasse Quinoa mit zwei Tassen Wasser (Mischung 1:2) in einen Topf geben, etwas Salz hinzufügen und 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst das Ganze weitere zehn Minuten quellen.

Während der Quinoareis kocht, könnt ihr die Zeit nutzen, um die Tomaten zu waschen, den Deckel abzuschneiden und den "Bauch" vorsichtig auszuhöhlen. Das Fruchtfleisch hab ich in eine Schüssel gegeben und daraus später die Soße zubereitet. Ich würde euch empfehlen, bei den Tomaten mindestens einen halben Zentimeter Rand stehen zu lassen, damit die Dinger stabil bleiben.




Wenn die Tomaten ausgehöhlt sind, schneidet ihr die Zucchini, die Zwiebel und den Knoblauch in feine Würfel. Die Petersilie fein hacken. Gebt die Hälfte der Zwiebeln in die Schüssel mit dem Tomatenfleisch. Ebenso eine gehackte Knoblauchzehe.

Den Rest (Zucchini, Teil Zwiebel + Knoblauch, Petersilie) vermengt ihr mit einem Becher Creme fraiche. Das Ganze müsst ihr ordentlich würzen! Sobald der Quinoareis aufgequollen ist, mischt ihr den Quinoareis unter die Creme-fraiche-Masse und füllt diese schließlich in die Tomaten. Deckel drauf und rein in den Ofen.

Zumindest fast! Zuerst bereitet ihr noch kurz die Soße zu. Dafür püriert ihr das Fruchtfleisch grob mit der Zwiebel, dem Knoblauch und der Petersilie, gebt Zucker, Salz und Pfeffer hinzu und schüttet die Masse in eine Auflaufform. 

Abschließend setzt ihr die Tomaten in die Form, schmeißt den Ofen an (200 Grad, Umluft) und lasst das Ganze für gut eine halbe Stunde im Warmen. Danach heißt's: raus auf dem Ofen, auf Tellern verteilen und ab in den Mund damit! Und natürlich: Guten Appetit!

 


Und? Was haltet ihr von Quinoa? Schon probiert? Und wenn ja: wie zubereitet? Mir und meinen fleißigen Essern hat's sehr gut geschmeckt. Auch wenn der ein oder andere zunächst etwas skeptisch gefragt hat, mit was ich die Tomaten denn gefüllt habe. Doch nach dem ersten Happen war jegliche Skepsis hinuntergeschluckt - deshalb wird's künftig öfter Quinoa geben. Neben ganz viel Reis. Denn davon hab ich ja jetzt reichlich :)

Deshalb auch an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an das Team von Reishunger, welches mir die Möglichkeit bietet, sortenreinen Reis aus aller Welt zu testen.

Und ihr da draußen: Lasst es euch gut gehen & habt es schön!

eure fressraupe



Hinweis: Der Quinoareis wurde mir kostenlos von Reishunger zur Verfügung gestellt. Meine Meinung zu dem Produkt wird dadurch allerdings nicht beeinflusst. Wie immer berichte ich euch frei von der Leber weg :)