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Sonntag, 21. September 2014

Herbstliebe: Kürbis-Ricotta-Gnocchi



Erinnert ihr euch noch an meine Bärlauch-Gnocchi, die ich im März gekocht hab? Ich hab ja damals zum allerersten Mal überhaupt Gnocchi selbst gemacht und war begeistert. Als ich dann letztens über den Wochenmarkt geschlendert und die ganzen Kürbisse entdeckt hab, die endlich wieder Saison haben, hab ich mich gefragt: Kann man eigentlich auch Kürbis-Gnocchi machen?

Daheim angekommen hab ich mich dann sofort vor den PC gesetzt und Google gefragt. Dieses allwissende Etwas hat mich schwups di wups auf den Blog der lieben Ann-Katrin von "Penne im Topf" geleitet. Und weil mir ihr Rezept so gut gefallen hat - und sich vor allen Dingen total simple anhörte, hab ich schnell noch Ricotta gekauft, um im Anschluss fleißig Gnocchi zu formen :)





Kürbis-Ricotta-Gnocchi
(reicht für drei Personen)

250 g Ricotta
1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis
2 Eigelb
100 g Parmesan
250 g Mehl
Stück Butter
Salz
Pfeffer
Muskat




Wie oben schon angesprochen, handelt es sich hier um ein wirklich kinderleichtes Rezept. Vor allem Ann-Katrins Tipp mit der Mikrowelle fand ich genial. Für die Gnocchi braucht ihr nämlich Kürbispüree. Und um das herzustellen, müsst ihr noch nicht mal den Ofen anwerfen. Vorausgesetzt ihr habt eine Mikrowelle.

Putzt und entkernt den Hokkaido-Kürbis und schneidet ihn danach in schmale Streifen. Legt ihn auf einen Teller, beträufelt das Ganze mit etwas Wasser und stellt den Kürbis anschließend für gut 15 Minuten in die Mikrowelle. Wenn die Viertelstunde dann vorbei ist, duftet es in eurer Küche nicht nur verführerisch nach Kürbis - der kleine Mann ist dann auch butterweich und bereit zum Pürieren. Und schon habt ihr Kürbispüree :)

Jetzt geht's auch schon an die Gnocchi-Produktion. Dafür verrührt ihr das Kürbispüree mit Ricotta, Parmesan, 2 Eigelb, Salz, Pfeffer und Muskat. Gebt anschließend so viel Mehl hinzu, bis der Teig gerade so nicht mehr an den Händen klebt. Ein wenig wird dort immer hängen bleiben - aber das ist ganz normal. Falls ihr nämlich zu viel Mehl hinzufügt, werden die Gnocchi am Ende zu hart. Also nicht wundern, dass es eine etwas klebrige Angelegenheit ist :) Ich bin mit 250 Gramm ganz gut hingekommen.

Nun rollt ihr den Teig zu circa zwei Zentimeter dicken Rollen aus. Nehmt ein Messer und schneidet kleine Gnocci ab. Diese könnt ihr dann noch mit einer Gabel ein wenig eindrücken, damit sie die berühmte Gnocci-Musterung bekommen.

Anschließend setzt ihr einen Topf Wasser mit Salz darin auf und gebt die Gnocchi kurz hinein. Die kleinen Teile brauchen gar nicht lang im Wasser - sobald sie oben schwimmen könnt ihr sie mit einer Schöpfkelle herausnehmen und unter kaltem Wasser abschrecken. 

Nun bleibt natürlich euch überlassen, wie ihr die Gnocci essen möchtet. Wir haben uns für eine ganze einfache Variante entschieden: in Butter geschwenkt und mit Parmesan oben drauf.

Dafür setzt ihr eine extra Pfanne auf den Herd, gebt ein gutes Stück Butter hinein und bratet die Gnocchi anschließend kurz an. Parmesan darüber vertreuen und fertig!

So. Und jetzt würde mich natürlich interessieren: Habt ihr Vorschläge, was man neben Bärlauch und Kürbis noch in Gnocchi mischen kann? Ich bin gespannt auf eure Ideen. 

Bis dahin lass ich mir jetzt mal meine Kürbis-Ricotta-Gnocchi schmecken,

eure fressraupe




Montag, 30. Dezember 2013

Kürbis-Risotto-Mix im Glas - DIY

Neben meinen vielen süßen Weihnachtsgeschenken aus der Küche, gab's auch was deftiges. Und zwar eine Kürbis-Risotto-Mischung im Glas! Meine herzallerliebste Freundin Anna liebt Risotto über alles. Warum also nicht meine große Liebe - den Kürbis - und ihren Favoriten unter den Reisgerichten - das Risotto - vereinen? 



Gesagt, getan. Auf die Idee hat mich übrigens Juliane von "Schöner Tag noch" gebracht. Bereits im Sommer bin ich beim Stöbern auf ihrem Blog über das Rezept gestolpert. Also bin ich gleich losgezogen, um Unmengen an frischem Salbei zu ernten und Kürbis zu trocknen. Und eeendlich - Monate später - durfte ich die Mischung verschenken! Ich hab übrigens gleich vier Mal soviel Kürbis getrocknet wie hier für einen Mix angegeben ist - um noch mehr lieben Menschen eine Freude zu bereiten. Und natürlich, um mein eigenes Regal damit zu bestücken. Typisch Fressraupen-mäßig eben :)

Kürbis-Risotto-Mischung
(reicht für 2 Personen als Hauptgericht)

400 Gramm Kürbis (Hokkaido und/oder Butternut)
160 Gramm Risotto-Reis
2 TL Gemüsebrühenpulver
1 TL Salbei

Zu allererst wird der Kürbis getrocknet. Dafür den Backofen auf 100 Grad vorheizen. Den Kürbis halbieren, die Kerne und das faserige Fruchtfleisch entfernen. Anschließend in kleine Würfel schneiden, auf einem Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene mindestens drei Stunden trocken. Klemmt am besten einen Holz-Kochlöffel zwischen den Backofen und die Tür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Kürbiswürfel hin und wieder umrühren bzw. wenden.

Die Salbeiblätter hab ich anschließend auch für ein paar Minuten in den Ofen gelegt, bis sie schön trocken waren. Danach kann man sie kinderleicht zerbröseln.

Ich hab die Kürbiswürfel noch ein paar Tage zum vollständigen Trocknen auf die Heizung gestellt. Damit am Ende ja nichts schimmelt :)

Zum Abschluss jetzt noch die Risotto-Mischung herstellen. Dafür die Kürbiswürfel mit dem Reis, dem Gemüsebrühenpulver und dem gemahlenen Salbei in ein Glas füllen. Verschließen und am besten einen Anhänger mit folgender Zubereitungsanleitung befestigen:

"Folgende Zutaten werden noch benötigt: Gemüsezwiebel, 1 EL Olivenöl, 1 EL Butter, 1,2 Liter Wasser, 100 ml Weißwein, 50 g frischer Parmesan, Pfeffer. Wasser aufkochen und warm halten. Zwiebel schälen, halbieren und fein würfeln. Olivenöl und Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Dann die gesamte Risotto-Mischung zugeben, ebenfalls mit anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen. Risotto-Mischung regelmäßig umrühren und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Immer wieder heißes Wasser nachgießen, wenn der Reis es aufgesogen hat. Nach ca. 25-30 Minuten sollte das Risotto fertig sein: ist der Reis außen weich und innen noch ganz leicht bissfest, ist die Konsistenz perfekt. Jetzt den frisch geriebenen Parmesan unterrühren und das Risotto mit Pfeffer würzen. Portionsweise in tiefe Teller füllen und mit Parmesanspäne garniert servieren. Guten Appetit!"

Viel Spaß beim Verschenken

Dienstag, 17. Dezember 2013

Gefüllter Kürbis

Bevor das hier noch komplett zum Backblog ausartet, hab ich gestern mal wieder den Kochlöffel geschwungen. Was die Auswahl der Zutaten angeht, war ich leider weniger kreativ :) Denn es gibt - zur Abwechslung: KÜRBIS! Er schmeckt aber auch einfach so unglaublich lecker...Gemein ist das!

Diesmal gabs meinen kleinen orangen Freund aber in einer Form, wie ich ihn zuvor noch nie gegessen habe. Nämlich gefüllt. Kann sich sehen lassen, das hübsche Ding! Dadurch, dass die Füllung durch die gehackten Tomaten etwas "flüssiger" ist, braucht man gar keine Soße dazu. Einfach Reis kochen und parallel den Hokkaido im Ofen schmoren lassen. Kleiner Aufwand, großer Genuss.


 Gefüllter Kürbis
(für zwei Personen)

1 Hokkaido Kürbis
250 Gramm Hackfleisch
1/2 Dose gehackte Tomaten
etwas Fetakäse
1 Knoblauchzehe
Frühlingszwiebel
Salz
Pfeffer

Den Deckel des Kürbis abschneiden und das faserige Fruchtfleisch samt Kerne entfernen. Danach soviel Fruchtfleisch abschaben, dass ein circa 1 cm dicker Rand stehen bleibt. Den Kürbis (inklusive Deckel) für 15 Minuten in den Backofen schieben. Bei 180 Grad.

In der Zwischenzeit die Füllung herstellen. Den Knoblauch fein hacken und den unteren Teil der Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Zusammen mit dem Hackfleisch anbraten. Die Tomaten mit dem Tomatenmark dazugeben und alles ein paar Minuten köcheln lassen.

Den Feta würfeln, unter die Hackfleischmasse heben, mit Salz und Pfeffer würzen und den Rest der Frühlingszwiebel darüber verteilen.

Den Kürbis aus dem Ofen nehmen und befüllen. Deckel drauf und bei 180 Grad weitere 20 Minuten im Ofen backen. 

Wer mag, kann in der Zeit, in der der Kürbis im Ofen fertig gart, etwas Reis kochen. Abschließend den Kürbis vierteln und auf dem Reis verteilen.

Dann kann auch schon gegessen werden!


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Kürbis-Chai-Cupcakes

- - - Kreisch - - - Schrei - - - Ausflipp - - -

Ohne mich jetzt selbst ZU SEHR loben zu wollen, Freunde - es führt kein Weg daran vorbei. Diese Cupcakes hier sind einfach der absolute Wahnsinn!!! Ich bin normalerweise überhaupt kein Muffin- oder Cupcake-Freund. Meistens sind mir die kleinen Teile viel zu süß. Und trocken noch dazu. Aber der hier - der ist perfekt! Fluffig, saftig - traumhaft! Wie sollte es auch anders sein, wenn sich mein allerliebstes Herbst- bzw. Wintergemüse mit meinem liebsten Heißgetränk paart. Hehe. Heraus kam ein Kürbis-Chai-Cupcake mit einem Topping aus Chai, Mandarine und Zitrone. Unfassbar lecker. Backt ihn nach - solange es noch Kürbis gibt!


Kürbis-Chai-Cupcakes
(für 12 Stück)

350 Gramm Kürbispüree
100 Gramm Zucker
2 Eier
120 Milliliter Sonnenblumenöl
50 Milliliter Milch
250 Gramm Mehl
3 Teelöffel Chai-Mischung
1 Teelöffel Backpulver
Halber Teelöffel Natron
Prise Salz

100 Gramm weiche Butter
150 Gramm Puderzucker
2 TL Chai-Mischung
Saft einer Mandarine
Abrieb einer (Bio-)Zitrone

Das Rezept ist super einfach und echt schnell gemacht. Zuerst stellt ihr das Kürbispüree her. Dafür den Kürbis (ich hab Hokkaido genommen) in kleine Würfel schneiden und im Backofen bei ca. 200 Grad rund 30 Minuten garen lassen. Solange, bis er schön weich ist und sich ohne Murren pürieren lässt. Zu dem zerkleinerten Kürbis gebt ihr nacheinander alle oben aufgeführten Zutaten. Wer Lust hat, kann auch noch ein wenig von der Zitronenschale dazugeben. Hab ich zum Beispiel gemacht :)


Den Teig in Muffinförmchen abfüllen und ab in den Ofen damit. Bei 170 Grad circa 30 Minuten backen. Um zu überprüfen, ob die Cupcakes durch sind, hab ich nach einer halben Stunde den "Zahnstocher-Test" gemacht. Sie waren nämlich noch ein bisschen hell und deshalb wollte ich sie eigentlich noch ein bisschen im Warmen lassen. Aber das täuscht! Länger als 30 Minuten brauchen sie wirklich nicht. Also lieber testen und rausholen, sonst werden sie nur trocken. Und das wollen wir ja auf gar keinen Fall!

Die Cupcakes aus der Form holen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit könnt ihr schon mal das Topping anrühren. Die weiche Butter in eine Schüssel geben und den Puderzucker dazu sieben. Das Chai-Pulver, den Saft einer Mandarine, einen Spritzer Zitrone und den übrigen Abrieb der (Bio-)Zitrone dazugeben und kräftig vermixen.


Ich gebs zu, im Dekorieren bin ich keine Königin - aber das war noch nie meine Stärke. Dafür fehlt mir einfach die Geduld. Aber man kann sie trotzdem anschaun, wie ich finde :) Auf das Topping hab ich noch den allerletzten Abrieb der Zitrone gegeben. 

Und dann waren sie auch nicht mehr sicher - vor meinem gierigen Schlund! 

Hach, ich bin verliebt!

Ihr vielleicht bald auch?

Montag, 11. November 2013

Kürbisbrotkranz mit Dip



Im neu überarbeiteten Edeka Kundenmagazin "Mit Liebe", welches am 18.11.2013 erscheint, ist ein Rezept abgedruckt, welches ich gesehen habe und sofort ausprobieren musste. Kürbisbrotkranz in Kombination mit einem Kürbis-Knoblauch-Dip! Himmlisch!!! Mein Faible für Kürbis dürfte mittlerweile allseits bekannt sein... Und so konnte ich gar nicht anders! Am Wochenende war dieser herrlich aussehende Kürbisbrotkranz fällig. Wobei es bei mir eher eine Schnecke, statt ein Kranz geworden ist. Als Kranz hätte das Brot nämlich nicht auf mein Backblech gepasst :)

Ich hab auch die Mengenangabe ein wenig verändert. 900 Gramm Dinkelvollkornmehl ist mir arg viel vorgekommen, deshalb hab ich das Ganze auf 500 Gramm reduziert. Und vier Personen sind davon problemlos satt geworden. Ebenso hab ich noch eingelegte, getrocknete Tomaten in die Kürbis-Oliven-Parmesan-Thymian-Mischung gegeben. Passt hervorragend zusammen.


Kürbisbrotkranz mit Kürbis-Knoblauch-Dip

 Für den Teig
500 gr Dinkelvollkornmehl
3 EL Olivenöl
1 Pck. Hefe
1 TL Zucker
100 gr Hartweizengries
etwas Salz
Wasser 

Für die Füllung
350 gr Butternut-Kürbis
200 gr schwarze Oliven
100 gr getrocknete Tomaten
gehobelter Parmesan
frische Thymianzweige
etwas schwarzer Pfeffer 

Für den Kürbis-Knoblauch-Dip
3 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
450 gr Butternut-Kürbis
100 ml Gemüsebrühe
100 ml Schlagsahne
Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer 

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, Gries, Salz und Olivenöl dazugeben. Danach die Hefe mit einem Schuss Wasser und dem Zucker in einem extra Gefäß anrühren und ein paar Minuten gehen lassen, bis sie "aufgegangen" ist. Hefe zum Teig geben und soviel Wasser dazurühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Ich nehm anfangs immer die Knethaken, knete den Teig zum Schluss aber nochmal ordentlich mit den Händen durch. Wenn er sich "schön" anfühlt, die Schüssel mit einem Tuch bedecken und mindestens eine halbe Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung anrichten. Dafür den Butternut-Kürbis in kleine Würfel schneiden, ebenso die getrockneten Tomaten. Die Oliven hab ich in Ringe geschnitten. In eine Schüssel geben, Olivenöl, Parmesan, Thymian und Pfeffer drüber und ein paar Minuten ziehen lassen.

Den Teig ausrollen (ca. 20 cm breit, bei der Länge könnt ihr frei entscheiden). Alle Zutaten mittig auf dem ausgerollten Hefeteig verteilen. Die Ränder über die Kürbismischung schlagen und zu einem Kranz bzw. einer Schnecke formen. Der Kranz wäre bei mir riesig geworden, deshalb hab ich einfach ne Schnecke daraus gemacht. Legt das hübsche Teil dann auf ein Backblech (mit Backpapier darunter) und lasst es nochmals rund 20 Minuten gehen. Den Ofen könnt ihr inzwischen schon mal auf 200 Grad vorheizen. Rein damit und circa 30 Minuten backen. Evlt. müsst ihr die Temperatur nach 10 Minuten etwas zurückdrehen, das hängt aber auch immer ganz von eurem Ofen ab... Bis sich die Schnecke schön hellbraun gefärbt hat, würde ich sagen. Aber ne halbe Stunde braucht der Kürbis schon, bis er durch ist.

Während der Kürbiskranz schön knusprig wird, könnt ihr schon mal die Kürbis-Knoblauch-Creme herstellen. Dafür den restlichen Kürbis grob würfeln - ebenso den Knoblauch. Beides in einen Topf mit Öl geben und kurz anschwitzen. Mit der Brühe-Sahne-Mischung ablöschen und zugedeckt gute 20 Minuten köcheln lassen. Wenn der Kürbis weich ist, püriert ihr das Ganze und gebt noch Salz, Pfeffer und Zitronensaft hinzu. Wahlweise etwas Chili.

Fertig ist das Ding! Jetzt nichts wie rein damit, denn lauwarm schmeckt das Brot am allerbesten :)

Montag, 4. November 2013

Kürbisrisotto mit Maronen



Der Kürbis-Marathon geht in die nächste Runde. Nach karamelisiertem Kürbis im Salat, als Spicy Pumpkin Sirup im Latte Macchiato, Kürbis-Kartoffel-Puffern und unzähligen Suppen habe ich mich heute an das doch recht außergewöhnliche Risotto-Rezept von Jamie Oliver gewagt. Eine herbstliche Mischung aus Kürbis, Maronen uuuund: Amarettini. Ja - richtig gelesen, diese kleinen süßen Kekse gehören auch in die Risotto-Mischung. Falls ihr euch gerade fragt, wie das denn bitteschön zusammenpasst: darauf hab ich leider auch keine Antwort. Ich kann euch nur sagen: es passt. Und wie :)



Kürbisrisotto mit Maronen, Salbei und Amarettini
(für 4 Personen)

250 Gramm Hokkaio-Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
250 Gramm Risottoreis
Salz
Pfeffer
100 ml Weißwein
350 ml Gemüsebrühe
Stück Parmesan
1/2 Bund Salbei
Handvoll Amarettine
150 gr Maronen (vakuumverpackt)
100 gr Butter

Zu allererst den Backofen vorheizen (Umluft: 140 Grad). Den Kürbis vierteln, entkernen, in grobe Stücke schneiden und mit der Schale ca. 40 Minuten im Ofen garen, bis er weich ist. 

In der Zwischenzeit den Risotto herstellen: Dafür die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. In einem EL Olivenöl anbraten, den Reis hinzufügen und kurz anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit einreduzieren lassen. Danach kommt die Gemüsebrühe hinzu - aber nicht alles auf einmal - immer wieder ein bisschen auffüllen und so lange köcheln lassen, bis die gesamte Flüssigkeit verkocht ist.

Während der Reis langsam weich wird, könnt ihr schon mal den Kürbis mit der Schale pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auch den Parmesan grob hobeln.

Wenn auch das fertig ist, geht es an die Maronenmischung. Dafür den Salbei waschen, trocken schütteln und in Streifen schneiden. Die Amarettini grob zerbröseln. Die Maronen in Scheiben schneiden. Ich hatte noch ein wenig Kürbis übrig, den habe ich in kleine Würfel geschnitten und zusammen mit den Maronen in 50 Gramm Butter angebraten. Den Salbei kurz mit anschwitzen, die Amarettini hinzugeben und die Mischung durchschwenken.

Das Kürbispüree, die Maronenmischung, 50 Gramm Butter und den Parmesan unter den Risotto rühren. Nochmals aufkochen lassen, bis der Reis die optimale Bindung hat. Und dann nichts wie rein damit, in den Mund! Lasst es euch schmecken.


Mittwoch, 30. Oktober 2013

Kürbis-Kartoffel-Puffer



Dass ich Kürbis total gern esse, wisst ihr ja schon. Und da ich noch einen Hokkaio Kürbis im Regal liegen hatte, wollte ich endlich die Kürbis-Kartoffel-Puffer braten, die ich letztens in irgendeinem Kochbuch gesehen habe. Da ich mir das Rezept aber blöderweise nicht abgeschrieben habe, musste ich improvisiern. Und das hat ganz gut geklappt :)

Kürbis-Kartoffel-Puffer
(für zwei Personen)

1/2 Hokkaido Kürbis
3 große Kartoffeln
4 EL Mehl 
1 Ei
Handvoll Petersilie
5 Kapuzinerkresseblüten
Salz
Pfeffer
Öl zum Anbraten

250 Gramm Quark
TL Senf
Saft einer halben Zitrone
Petersilie
5 Kapuzinerkresseblüten
Salz
Pfeffer


Obwohl man beim Hokkaido Kürbis die Schale mitessen kann, habe ich mich dieses Mal dafür entschieden, ihn zu schälen. Also runter mit der Schale, halbieren, die Kerne entfernen und dann fein raspeln. Ebenso die ungekochten Kartoffeln. Circa 10 Minuten stehen lassen. 

Die Zeit nutzt ihr am besten, um den Kräuterquark zu machen. Dazu die Petersilie und die Blüten der Kapuzinerkresse fein hacken. Mit dem Quark, dem Saft einer halben Zitrone, einem EL Senf, Salz und Pfeffer in ein Schüsselchen geben und gut durchmischen. Beiseite stellen.

Das Wasser, welches die Kartoffeln in der Zwischenzeit abgegeben haben, abschütten. Im Anschluss das Ei, Mehl und die fein geschnittenen Kräuter hinzu geben und kräftig durchmischen. Ordentlich salzen und pfeffern und rein damit in die Pfanne. Ich empfehle euch, die Puffer relativ platt zu drücken, außer ihr mögt es, wenn sie innen drin etwas "batzig" bleiben :) Ich hab mich für beide Varianten entschieden. Die Kürbis-Kartoffel-Puffer von beiden Seiten goldgelb anbraten und am besten noch heiß servieren. Lasst es euch schmecken!

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Nachgekocht: Spicy Pumpkin Sirup

 


Nass, kalt, ungemütlich - das ist der Herbst. Rein wettertechnisch muss ich nicht unbedingt an ihm festhalten. Geschmacklich darf er sich jedoch gerne noch ne Weile breitmachen. Und zwar in meinem Latte Macchiato Glas! Zugegeben, ich bin eigentlich überhaupt kein Kaffeetrinker - schmeckt mir gar nicht, die dunkle Brühe. Aber mit nem süßen Sirup und gaaaanz viel Milch kann ich mich anfreunden, mit dem Koffein-Kick. Also ging es Anfang der Woche an die "Spicy Pumpkin Sirup"-Produktion. Zwar konnte ich mir anfangs überhaupt nicht vorstellen, Kürbis als süße Variante zu genießen...Als ich dann aber den ersten Tropfen probiert habe, konnte ich gar nicht genug kriegen. Und deshalb will ich euch diesen leckeren Kaffee-Versüßer nicht vorenthalten.



Spicy Pumpkin Sirup
(ergibt ca. 1 Liter Sirup)
400 Gramm Hokkaido-Kürbis
etwas Wasser

1 Liter Wasser
1 Kilo Zucker
3 TL Lebkuchengewürz
3 Stangen Zimt
Handvoll Nelken
Walnussgroßes Stück Ingwer



Zunächst stellt ihr Kürbispüree her. Das ist im Grunde total simpel. Dazu müsst ihr den Kürbis waschen, halbieren, schälen und entkernen. Ich würde euch empfehlen, auch das faserige Fruchtfleisch zu entfernen. Schneidet den Kürbis in kleine Würfel und gebt ihn mit etwas Wasser bedeckt in einen Kochtopf. Dort sollte er bei mittlerer Hitze gut 15 Minuten vor sich hinköcheln, bis er weich ist. Anschließend pürriert ihr das Ganze zu einem feinen Mouse. Und voilà - das Kürbispüree ist schon mal fertig.


Nun geht es an die Sirupproduktion. Dazu den Zucker unter ständigem Rühren im Wasser auflösen (Achtung: Die Flüssigkeit soll bitte nicht kochen!) Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, werft ihr den Kürbis und die anderen Zutaten in den Topf. Den Ingwer hab ich reingeraspelt. Bei den Gewürzen müsst ihr euch nicht an meine Angaben halten - je nachdem, wie intensiv euer Sirup schmecken soll, könnt ihr auch mehr/weniger dazugeben. Lasst das Gemisch anschließend bei geringer Hitze rund 20 Minuten durchziehen. Und auch hier gilt: bitte nicht kochen!



 Abschließend - und das ist der unschöne Teil an der Arbeit - müsst ihr das Ganze filtrieren. Und das kann ne Weile dauern, wie ich festgestellt habe. Um ehrlich zu sein: Es hat meine Ungeduld ganz schön auf die Probe stellt...Einmal durch ein Sieb reicht nämlich leider nicht aus, weil das Kürbispüree durchläuft... Nehmt am besten ein Mulltuch, mit dem ihr das Sieb auslegt. Es dauert zwar, bis alles durchgelaufen ist (weil sich am "Boden" das Püree absetzt), aber haltet durch: es lohnt sich!


Anschließend füllt ihr den Spicy Pumpkin Sirup in eine zuvor heiß ausgespülte Flasche - die würde ich zur Sicherheit im Kühlschrank aufbewahren. Zur Haltbarkeit kann ich derzeit leider noch keine Angaben machen - aber dank dem vielen Zucker sollte es eine Weile halten - wenn es nicht eh schon vorher in eurem Latte Macchiato landet :)

Sonntag, 20. Oktober 2013

Herbstliebe: Kürbis küsst Ziege





Bei Ziegenkäse gilt (zumindest für mich) das Gleiche wie auch bei Schokolade: Ein Leben ohne ist möglich, aber sinnlos! Ich liebe diesen Käse in all seinen Facetten und Zubereitungsarten. Am liebsten ist er mir aber angebraten - und zum Abschluss mit Honig beträufelt. 

Eigentlich wollte ich heute Mittag einen bunten Salat mit karamelisierten Kürbisspalten machen, da ich aber noch zwei Taler Ziegenkäse im Kühlschrank liegen hatte, durften sich diese unter den farbenfrohen Salat mischen.



Karamelisierter Kürbis mit Ziegenkäse auf buntem Salat
(für zwei Portionen)

eine Schüssel herbstlicher Blattsalatmix
zwei Taler Ziegenkäse
1/4 - 1/2 Hokkaido-Kürbis
zwei Handvoll Cocktailtomaten
drei Karotten
eine Handvoll Körnermix
Öl zum Anbraten
ein EL brauner Zucker


zwei EL Olivenöl
zwei EL Mango-Essig
ein TL süßer Senf
ein TL Honig
Salz
Pfeffer


Den Salat zupfen, waschen, trocknen und in eine große Schüssel geben. Anschließend die Karotten schälen und fein raspelt. Die kleinen Tomaten ebenso waschen und wahlweise halbieren oder vierteln. Zu der bisherigen Salatmischung geben. Abschließend eine Handvoll Körner darüber verteilen.

Den Hokkaido vierteln, entkernen und in ca. 1 cm dünne Spalten schneiden. Wer mag, kann auch die Schale entfernen - ich esse sie immer mit. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Kürbis von beiden Seiten anbraten, bis er weich ist, jedoch noch etwas Biss hat. Ordentlich salzen, pfeffern und im Anschluss mit braunem Zucker karamelisieren. Kurz abkühlen lassen und auf das Salatbett setzen.




Im Anschluss den Ziegenkäse in reichlich Öl von beiden Seiten goldgelb anbraten - dabei vorsichtig wenden, damit sich die Kruste nicht löst. In einer beschichteten Pfanne ist das allerdings kein Problem. Zum Abschluss mit Honig beträufeln. 

Für das Dressing habe ich mich für eine fruchtige Honig-Mango-Senf-Vinaigrette entschieden. Dazu einfach alle oben aufgeführten Zutaten in einen kleinen Behälter geben und gut durchmischen. Mein neuester Trick, damit es schön sämig wird: Alle Zutaten grob vermischen und danach mit einem kleinen elektrischen Milchschäumer verquirlen. Das Dressing sofort auf dem Salat verteilen, und den Ziegenkäse auf das Salatbett setzen. 

Ich empfehle euch, den Salat warm zu genießen. So schmeckt er mir am allerbesten!