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Mittwoch, 23. April 2014

Bärlauch-Karotten-Brot mit Dip


Hey ihr Lieben - ich bin immer noch dem Bärlauch-Wahn verfallen :) Eigentlich sollte man ja meinen, sich irgendwann satt gegessen zu haben... Da die Bärlauch-Zeit aber nur so kurz ist, hat das "Satt-Essen" gar keine Chance. Und auch sonst kommt das bei mir kleinen Fressraupe sowieso nie vor :) So gab es zum Osterbrunch also nicht nur die süßen Mini-Gugl (mit Karotte und Ananas) sondern auch ein würziges Brot. Mit Bärlauch eben!

Das Rezept hab ich von der lieben Mona aus dem 180Grad Salon - hüpft bei Gelgenheit mal zu ihr rüber - kann ich euch nur ans Herz legen. Auf ihrem Instagram-Profil hat sie letzte Woche ein Foto von diesem feinen Brot hier gepostet - und da ich noch frischen Bärlauch hatte und zudem die Feiertage anstanden, hab ich meine freie Zeit und das miese Regenwetter genutzt, um in der Küche zu wüten. Heraus kam ein richtig leckeres Brot. Schön saftig - genauso wie ich es mag. Und ich bin mir sicher, euch schmeckt es auch!

Keine Sorge, wenn ihr noch nie Brot gebacken habt - das hier is soooo simple. Ich war anfangs selbst überrascht, dass man die Hefe nicht erst quellen lassen muss. Nein, hier kommen wirklich alle Zutaten auf einmal in die Schüssel und schon ist der Teig fertig. Natürlich müsst ihr den Hefeteig noch aufgehen lassen, bevor ihr ihn im Ofen backt. Das hat bei uns ganz wunderbar geklappt. Weil es nämlich an Karsamstag so kalt war, haben wir den Kachelofen angeschürt. Und darauf hat es sich der Teig eine Stunde lang bequem gemacht. Bis er fast schon oben aus der Kuchenform geschaut hat :)


Für das Bärlauch-Karotten-Brot

500 g Dinkelvollkornmehl
0,33 L Malzbier
1 TL Salz
1 Würfel Hefe
40 g Bärlauch
3 große Karotten
 

 
Für den Bärlauch-Karotten-Dip

2 Karotten
Handvoll Bärlauch
250 Gramm Quark
100 Gramm Schmand
Spritzer Zitrone
TL Senf
Salz
Pfeffer


Für das easy-peasy Bärlauch-Karotten-Malzbrot den Backofen auf 50°C Ober- Unterhitze vorheizen. Den Bärlauch waschen und fein schneiden. Die Karotten schälen und raspeln. Das Dinkelvollkornmehl mit dem Malzbier, der Hefe und dem Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 2 Minuten zu einem Teig verkneten. Anschließend den Bärlauch und die Karottenraspel unterheben und alles gut verkneten.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und im Backofen bei 50°C Ober- Unterhitze aufgehen lassen. Wahlweise natürlich auch auf dem Kachelofen, der Heizung oder einem sonnigen Platz. Im Anschluss auf 190°C Ober- Unterhitze hoch stellen und in ca. 45  Minuten fertig backen.

Für den Bärlauch-Karotten-Quark den Quark mit dem Schmand, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Den Bärlauch fein schneiden, die Karotten raspeln und beides unterheben. Fertig!

Und? War gar nicht schwer, oder?

Probiert es aus - es lohnt sich :)

eure verfressene Raupe

PS: Natürlich habe ich mittlerweile die Gewinner meines PiepEi-Ostergewinnspiels ausgelost und kontaktiert. Die Eier sollten mittlerweile unterwegs sein :) Viel Spaß damit, wünsche ich:

* Stefanie Z.
* Patrick T.
* Marina M.
 

Freitag, 11. April 2014

Bärlauch-Pull-Apart-Bread mit Bärlauchsuppe


Dass ich Bärlauch total gerne esse, hab ich euch ja schon erzählt. Und da hier bei mir um's Eck ein regelrechtes Bärlauch-Meer gedeiht, das scheinbar niemanden juckt, bin ich die einzige, die dort fleißig pflückt. Hin und wieder kommt mal ein Spaziergänger vorbei, der mich dann ganz verdattert anguckt und sich wahrscheinlich denkt: "Was pflückt die Alte denn da?" -> Bärlauch ist die Antwort, meine Lieben! Ich könnte mich im Moment wirklich ausschließlich davon ernähren, doch aus Rücksicht auf meine Mitmenschen verzichte ich darauf :) Obwohl meine Freundin Eve den ultimativen Tipp gegeben Bärlauch-Mief hat: Petersilie kauen! Hab ich zwar noch nicht ausprobiert, sie und vor allem ihre Mama schwören aber drauf. 

Na dann?! Weiter fleißig Bärlauch pflücken, würd ich sagen :)



Bärlauchsuppe
(für vier Personen)
 
400 Gramm Kartoffeln
2 Pastinaken
2 Karotten
1 Zwiebel
100 Gramm Bärlauch
1 Liter Gemüsebrühe
Creme fraiche
Muskat
Salz
Pfeffer

Bärlauch-Pull-Apart-Brot
(für eine Kastenform)

150 Gramm Dinkelvollkornmehl
150 Gramm Weizenmehl
2 TL Salz
4 EL Öl
150 ml warmes Wasser
1/2 Würfel Hefe
etwas Zucker
100 Gramm Bärlauch
200 Gramm Butter
Pfeffer


Wenn ihr beides zusammen kochen wollt, dann würde ich euch empfehlen, zuerst den Teig für das Pull-Apart-Bread zu kneten. Denn während dieser an einem warmen Ort aufgeht, könnt ihr euch schon mal um die Suppe kümmern.

Also geht's zu allererst an den Teig. Dafür etwas warmes Wasser mit einem Teelöffel Zucker in ein Glas geben. Die Hefe groß zerbröseln, hineinwerfen und alles zusammen stehen lassen, bis die Hefe aufgegangen ist. In der Zwischenzeit die zwei Sorten Mehl mit dem Salz mischen und das Öl dazugeben. Wenn die Hefe soweit ist, mit dem restlichen Wasser zu der Mehl-Mischung geben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Für die Füllung des Brotes habe ich versucht, den Bärlauch zu pürieren - was aber irgendwie nicht so richtig geklappt hat. Die Blätter sind ständig in dem Messer meines Pürierstabs hängen geblieben. Habt ihr da eine Lösung für mich? Ich hab ihn dann einfach klein geschnitten und mit der zimmerwarmen Butter vermischt. Als würdet ihr quasi Kräuterbutter herstellen. Ordentlich salzen und pfeffern und beiseite stellen.

Für die Suppe das Gemüse schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel anbraten, das Gemüse dazugeben und alles miteinander anschwitzen. Dann gebt ihr einen Liter der Gemüsebrühe dazu und lasst die Suppe aufkochen. Den Bärlauch hab ich zusammen mit 0,5 Liter Gemüsebrühe in meinem Smoothie-Mixer püriert. Das wiederum hat super funktioniert, da ja Flüssigkeit dabei war. Den zerkleinerten Bärlauch gebt ihr dann zu der Suppe und lasst das Ganze bei geringer Hitze vor sich hinköcheln, bis das Gemüse weich ist. Abschließend alles pürieren, salzen, pfeffern, Muskat dazu geben und gut is! Einen Klecks Creme fraich und etwas klein geschnibbelten Bärlauch obendrauf: FERTIG!


Das eine Gericht wäre dann also schon mal soweit. Nun wenden wir uns wieder dem Brot zu. Wenn ihr beides tatsächlich für eine Mahlzeit kochen solltet, reicht es völlig, wenn ihr mit der Suppe beginnt, während das Brot schon im Ofen ist. So wird dann alles ungefähr zeitgleich fertig. Andererseits könnt ihr die Suppe aber auch prima vorbereiten und dann einfach nochmal aufwärmen.

Bevor ihr das Brot auf der Arbeitsfläche ausrollt, empfehle ich euch, diese mit etwas Mehl zu bestreuen. Anschließend rollt ihr den Teig rechteckig aus. Verteilt die Bärlauchkräuterbutter darauf und salzt/pfeffert das Ganze nochmal, falls eure Creme noch nicht die nötige Würze hat. Jetzt teilt ihr das ausgerollte Brot in sechs gleichbreite Streifen ein und schneidet diese durch. Dann habt ihr quasi lange, dünne und mit Bärlauchcreme bestrichene Streifen. Und diese klappt ihr jetzt "Ziehharmonika"-förmig zusammen. Hääää? Denkt ihr euch jetzt? Jap, hab ich mir anfangs auch gedacht. Aber alles kein Problem. Einfach falten. Wobei es aber nicht aufgerollt werden soll, wie eine Schnecke, gell!! Vielleicht hilft euch dieses Bild: jeder Streifen soll am Ende aussehen, wie endlos aneinander gereihte "w" -> wwwwww 

Die einzelnen Streifen stellt ihr dann aufrecht - also mit der Butterseite nach oben - in eine Kastenform. Legt diese am besten mit Backpapier aus. So stellt ihr das Ganze nochmal an einen warmen Ort und lasst es für 15 Minuten gehen. In der Zeit kann schon mal der Backofen aufheizen. Bei circa 200 Grad backt ihr das Brot nun 30 Minuten. Anschließend ein bisschen auskühlen lassen und dann bestenfalls noch lauwarm zu der Suppe genießen.

Ich sag's euch: es schmeckt soooo lecker! Beides - sowohl Bärlauchsuppe als auch das Pull-Apart-Brot hab ich in diesem Frühjahr zum ersten mal gekocht bzw. gebacken. Und wenn die Bärlauchzeit noch ein bisschen anhält, landet es bestimmt nochmal auf meinem Teller. Wobei man Bärlauch, wenn man ihn z.B. klein hackt sicher auch gut einfrieren kann.

So - und jetzt bin ich gespannt: Was sind eure liebsten Bärlauchgerichte?

Ich freu mich auf weitere Anregungen,

eure fressraupe

Montag, 11. November 2013

Kürbisbrotkranz mit Dip



Im neu überarbeiteten Edeka Kundenmagazin "Mit Liebe", welches am 18.11.2013 erscheint, ist ein Rezept abgedruckt, welches ich gesehen habe und sofort ausprobieren musste. Kürbisbrotkranz in Kombination mit einem Kürbis-Knoblauch-Dip! Himmlisch!!! Mein Faible für Kürbis dürfte mittlerweile allseits bekannt sein... Und so konnte ich gar nicht anders! Am Wochenende war dieser herrlich aussehende Kürbisbrotkranz fällig. Wobei es bei mir eher eine Schnecke, statt ein Kranz geworden ist. Als Kranz hätte das Brot nämlich nicht auf mein Backblech gepasst :)

Ich hab auch die Mengenangabe ein wenig verändert. 900 Gramm Dinkelvollkornmehl ist mir arg viel vorgekommen, deshalb hab ich das Ganze auf 500 Gramm reduziert. Und vier Personen sind davon problemlos satt geworden. Ebenso hab ich noch eingelegte, getrocknete Tomaten in die Kürbis-Oliven-Parmesan-Thymian-Mischung gegeben. Passt hervorragend zusammen.


Kürbisbrotkranz mit Kürbis-Knoblauch-Dip

 Für den Teig
500 gr Dinkelvollkornmehl
3 EL Olivenöl
1 Pck. Hefe
1 TL Zucker
100 gr Hartweizengries
etwas Salz
Wasser 

Für die Füllung
350 gr Butternut-Kürbis
200 gr schwarze Oliven
100 gr getrocknete Tomaten
gehobelter Parmesan
frische Thymianzweige
etwas schwarzer Pfeffer 

Für den Kürbis-Knoblauch-Dip
3 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
450 gr Butternut-Kürbis
100 ml Gemüsebrühe
100 ml Schlagsahne
Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer 

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, Gries, Salz und Olivenöl dazugeben. Danach die Hefe mit einem Schuss Wasser und dem Zucker in einem extra Gefäß anrühren und ein paar Minuten gehen lassen, bis sie "aufgegangen" ist. Hefe zum Teig geben und soviel Wasser dazurühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Ich nehm anfangs immer die Knethaken, knete den Teig zum Schluss aber nochmal ordentlich mit den Händen durch. Wenn er sich "schön" anfühlt, die Schüssel mit einem Tuch bedecken und mindestens eine halbe Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung anrichten. Dafür den Butternut-Kürbis in kleine Würfel schneiden, ebenso die getrockneten Tomaten. Die Oliven hab ich in Ringe geschnitten. In eine Schüssel geben, Olivenöl, Parmesan, Thymian und Pfeffer drüber und ein paar Minuten ziehen lassen.

Den Teig ausrollen (ca. 20 cm breit, bei der Länge könnt ihr frei entscheiden). Alle Zutaten mittig auf dem ausgerollten Hefeteig verteilen. Die Ränder über die Kürbismischung schlagen und zu einem Kranz bzw. einer Schnecke formen. Der Kranz wäre bei mir riesig geworden, deshalb hab ich einfach ne Schnecke daraus gemacht. Legt das hübsche Teil dann auf ein Backblech (mit Backpapier darunter) und lasst es nochmals rund 20 Minuten gehen. Den Ofen könnt ihr inzwischen schon mal auf 200 Grad vorheizen. Rein damit und circa 30 Minuten backen. Evlt. müsst ihr die Temperatur nach 10 Minuten etwas zurückdrehen, das hängt aber auch immer ganz von eurem Ofen ab... Bis sich die Schnecke schön hellbraun gefärbt hat, würde ich sagen. Aber ne halbe Stunde braucht der Kürbis schon, bis er durch ist.

Während der Kürbiskranz schön knusprig wird, könnt ihr schon mal die Kürbis-Knoblauch-Creme herstellen. Dafür den restlichen Kürbis grob würfeln - ebenso den Knoblauch. Beides in einen Topf mit Öl geben und kurz anschwitzen. Mit der Brühe-Sahne-Mischung ablöschen und zugedeckt gute 20 Minuten köcheln lassen. Wenn der Kürbis weich ist, püriert ihr das Ganze und gebt noch Salz, Pfeffer und Zitronensaft hinzu. Wahlweise etwas Chili.

Fertig ist das Ding! Jetzt nichts wie rein damit, denn lauwarm schmeckt das Brot am allerbesten :)